Wie du mit der Trauer um dein Regenbogen-Tier umgehen kannst

Wir haben Ende Oktober,  fast November. Es ist die dunkle Jahreszeit: Es  bedeutet kurze, dunkle Tage, nasskaltes, trübes Wetter, grauer Himmel. Und Zeit der vorangegangenen Seelen .

Das keltische Fest Samhain/Halloween steht vor der Tür.  In dieser Zeit sind die Schleier der Welten sehr dünn.  Viele Menschen und Tiere machen sich in dieser Zeit auf. Auf  – in eine andere Dimension. Auf –  ins Reich der Engel. Auf – ins Regenbogenland, oder wie wie wir es auch immer nennen wollen.  Der Schamanismus nennt dieses Reich: die untere Welt.  Es hat nichts imt der unteren Welt zu tun, die das Christentum so benennt. Viel mehr ist es die Welt des Unterbewusstseins. Und dort ist es ja auch wo unsere Lieben für uns spürbar sind und wo wir sie immer im Herzen tragen.

 Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag – kaum ein anderer Monat erscheint  so beladen von Traurigkeit. Ich sehe aus dem Fenster und denke an den November vor 7 und den Dezember vor 5 Jahren und damit auch an meine kleinen Wellensittich-Mädchen. Sie wurden nur 1,5 und 2 Jahre alt . Für mich überwältigend schlimm. In meinem Leben gab es immer  gefiederte Begleiter. Und sie wurden alle mindestens 10, einer sogar wurde sogar 18 Jahre alt.

Ich tat mich sehr, sehr schwer mit den Umständen, so kurz hintereinander meine Lieblinge gehen zu lassen, in so jungem Alter. Lang war ich nicht in der Lage, mich mit ihrem Verlust zu beschäftigen. Erst nach 7 bzw. 5 Jahren ist es irgendwie ertragbar.

Und ich möchte dir Möglichkeiten and die Hand geben, damit du einigermaßen angemessen mit dem Verlust umgehen kannst.

Was kannst du also tun, um mit der Trauer um ein geliebtes Tier umzugehen?

Grundlegendes über die Trauer:

In meiner pschotherapeutischen Ausbildung habe ich gelernt wie man mit Trauer umgehen kann. Kann, deswegen, weil es kein Geheimrezept gibt, WIE  mach es macht, was sich so viele Trauernde wünschen. Jede Trauer ist individuell. Und auch die länge der Trauer ist verschieden.

Fakt ist auch, dass es keinen Unterscheid macht, ob man um ein Tier oder einen Menschen trauert. Manche Menschen entwickeln tatsächlich zu einem Tier noch eine tiefere Bindung voller Liebe als zu einem Menschen.

Hier möchte ich dir wertvolle  Tipps geben, wie du mit der Trauer umgehen kannst:

Schreibe einen Nachruf für dein Tier.

  • Was war typisch für dein Tier? Welche Eigenschaften hatte es? Gibt es Angewohnheiten, die dein Tier ausgezeichnet haben? Wenn du möchtest, bitte alle, die dein Tier kannten, liebevolle Worte niederzuschreiben, damit du sie im Nachruf aufnehmen kannst. Du kannst den beschriebenen Zettel ein Abschiedsritual einbinden: du kannst ihn verbrennen und die Asche im Wind verstreuen, du kannst das Papier als Schiffchen auf dem Wasser wegschwimmen lassen. Oder du vergäbst ihn. Du kannst auch das Element wählen, in dem dein Tier sich wohl gefühlt hätte. War es emotional? Dann wähle das Wasser und die Schiffchen. War es erdverbunden, dann wähle die Erde und vergrabe den Brief.  War es temperamentvoll, dann wähle Feuer und verbrenne den ihn. War es lebhaft, luftig. leicht, verstreue die Asche im Wind. Du kannst auch das Element der Tierart wählen, welcher dein Tier zugehörig war: z.B. Vögel – Luft,  Pferde – Erde,  Katzen – Feuer, Schildkröte – Wasser oder Erde  (je nach Schildkrötenart), usw.

Bücher lesen:

  • Manchmal braucht man Zeit für sich alleine, um den Verlust eines Tieres  zu verarbeiten. In dieser Zeit hilft es, Bücher zu lesen, die sich mit Trauer beschäftigen. Zum Beispiel: Alle Tiere kommen in den Himmel(Sylvia Browne), Tiere erzählen vom Tod (Penelope Smith) , Tiere – Gefährten meiner Seele ( Jeny Smedley)

Tierkommunikation: 

  • Ich habe es selber schon erlebt und viele Tierhalter ebenfalls: nach einer Kommunikation mit ihrem Regenbogen-Tier geht es dem zurückgebliebenen Menschen tatsächlich besser. Die liebevollen, tröstenden Worte können Heilung bringen für alle Emotionen, Schuldgefühle lindern und  offene Fragen beantworten.

 

 Die Gefühle beobachten:

  1. Die Trauer ist ein Wollknäuel, in dem sich viele Fäden in Form von verschiedenen Emotionen befinden:
  2. Zum einen die Trauer, dass man das sein Tier physisch nicht mehr um sich hat, es nicht mehr hört, sieht, nicht fühlen, streicheln kann.
  3. Die Ohnmacht und die Schuldgefühle mit den Gedanken, dass man vielleicht noch dies oder jedes hätte tun können, oder lassen können, seinem Tier nicht helfen konnte, sich vielleicht bei einem plötzlichen Tod oder Unfall nicht verabschieden konnte, etc.
  4. Die Wut und Enttäuschung mit den Gedanken: warum mein Tier, der Tierarzt hätte dies oder jenes anders machen können, die Wut auf das Schicksal, die Umstände, usw.
  5. Die Leere – alles ist wie vorher und doch ist alles anders. Dein Tier fehlt. Es hat eine Lücke, eine Leere entlassen
  6. Schreibe alle Gefühle auf und überprüfe sie: Ist das wirklich wahr? ( das du noch etwas tun konntest, dass du es beeinflussen konntest, dass dein Tier geht, dass der Tierarzt noch etwas hätte tun können) Weshalb macht es mich so traurig? ( Ein Teil von mir ist weg, du fühlst dich allein, etc.) Wie fühle ich mich gerade im Moment ?  (ok, traurig, der Kopf ist voll ) Was kannst du tun, um dich besser zu fühlen? (was tut dir in dem Moment gut? Mit Freunden reden, alleine sein, lesen, mit deinem Tier reden?) Wichtig ist hierbei, sich mit den Gefühlen auseinander zu setzen. Sie zu beleuchten, damit sie nicht im Unterbewusstsein verschwinden. Wenn du sie ins Bewusstsein holst, sind sie weniger „bedrohlich“ .

  Geteiltes Leid ist halbes Leid:

  • Wir leben heute so eng mit unseren Tieren zusammen, dass wir mit ihrem Tod nicht nur einfach ein Tier, sondern einen Angehörigen verlieren. Die tiefe Bindung zwischen Mensch und Tier und die Trauer über den Verlust kann meist jedoch nur nachvollziehen,  wer selbst ein Tier hat. Der Austausch mit anderen Tierhaltern , vielleicht sogar Tierhaltern der Art deines Tieres: Katzen,-Hunde,- Vogelhalter, etc.  hilft, das Geschehene zu verarbeiten.

Lass dich nicht von dem Satz verärgern: es war doch nur ein Tier. Dieser kommst meist von Menschen, die niemals ein Tier hatten und einen unglücklichen Versuch starten, dich zu trösten.

Virtuelle Regenbogenbrücke:

  • Das Internet mit seinen Foren bietet viel Raum für die eigene Trauer. Hier kann deinem Tier ein virtuelles  Denkmal geschaffen werden.

Andenken schaffen:

  • Um sich an die schönen Zeiten mit deinem Tiere  zu erinnern und die Trauer zu verarbeiten, hilft das Aufhängen von Fotos oder das erstellen eines Altars, einer Ecke, die nur für dich und dein Tier gemacht ist. Wo ihr euch treffen und unterhalten  könnt. Manche lassen sich auch ein Tattoo stechen, ( so tat ich es auch) wieder andere stellen die Urne mit der Asche des Tieres in ihrem Wohnzimmer auf.

Anderen Tieren helfen:

  • Wer anderen Tieren hilft, der fühlt sich bekanntlich besser. Warum also nicht etwas im Tierschutz machen,  Tierbetreuung zu Ferienzeit oder zum nächsten Tierheim fahren und sich als Gassigänger anbieten?

Körperliche  Aktivität:

  • Immer mehr Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung auch bei seelischen Problemen hilft. Bei vielen  psychischen Erkrankungen,  ist Bewegung sogar ein Teil  der Psychotherapie und sehr wirksam. Besonders wird Bewegung bei Depressionen erfolgreich  eingesetzt.

Nicht Abschied nehmen:

  • Du hast richtig gelesen. Nicht Abschied nehmen. Unsere westliche Kultur ist auf Abschied, Schmerz und Trauer fokussiert. Es heisst: Abschied nehmen, loslassen, den Toten „ihre letzte Ruhe“ gönnen,etc.  Im Schamanismus ist alles Eins. Dswg. sind unsere Tiere nicht weg, sie sind über, unter uns, in uns –  als Teil des Universums begleiten sie uns und können auch die Dimensionen mal wechseln oder wieder kommen. Hier spricht man dann von Reinkarnation. Ich fand diesen Gedanken sehr tröstlich, dass man NICHT Abschied nehmen muss. Sondern das unsere Tiere nur woanders sind.

Ein neues Tier: 

  • Erst wenn die Bereitschaft da ist, sich auf Neues einzulassen, ist die Zeit gekommen, einem neuen Tier ein Zuhause zu geben. Es kann sehr heilend sein, sich einem neuen Tierchen zu widmen. Achte darauf, ob du es mit deinem Regenbogentier vergleichst: Dann ist die Zeit noch nicht reif.  Manchmal ist es tatsächlich so, dass unsere Regenbogentiere uns neue Tier schicken. Damit wir wieder eine Aufgabe und ein klein wenig Trost haben. Und damit eine andere kleine Seele Liebe und ein neues Zuhause findet.

Ich hoffe, diese Tipps können dir ein wenig helfen, mit der Trauer umzugehen. Und gib dir soviel Zeit, wie du brauchst. Die Zeit heilt nicht die Wunden – sie macht diese vielleicht etwas erträglicher…irgendwann.

Weshalb uns der Verlust unserer geliebten Tier so schmerzt erfährst du in meinem Blog: https://seelengefaehrten-tierheilung.de/weshalb-wir-unsere-haustiere-so-sehr-vermissen-und-der-verlust-uns-so-weh-tut/

Hilfe dazu findest du in meinem Blog:  https://seelengefaehrten-tierheilung.de/wie-du-mit-der-trauer-um-dein-regebogentier-umgehen-kannst/

Wenn du herausfinden möchtest, ob du deinen Liebling gehen lassen darfst: https://seelengefaehrten-tierheilung.de/wie-du-erkennst-ob-dein-liebling-ins-regenbogenland-gehen-moechte/

Bei Fragen kannst du mich gerne kontaktieren unter:

www.seelengefaehrten-tiereilung.de

https://www.facebook.com/seelengefaehrten.tierheilung/?modal=admin_todo_tour

Alles Liebe für dich und dein Tier.

“ Regenbogentiere – nicht verloren, nur vorausgegangen.“

5 Kommentare zu „Wie du mit der Trauer um dein RegebogenTier umgehen kannst“

  1. Doris-Ulrike Jakob

    Ich Rede jeden Abend mit meinen Sternchen, bitte sie auch um Hilfe…sie werden immer um mich sein, davon bin ich überzeugt.

  2. Pingback: Wie du erkennst ob dein Liebling ins Regenbogenland gehen möchte - Daniela Grätz

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