Tiere in der Silvesternacht - das Leid durch Böller

Was den Menschen Freude macht, beschert den Tieren großes Leid 

Es ist der 28.12.2018. Drei Tage vor Silvester. Die Silvesternacht naht und mit ihr das Leid der Tiere durch die abgeschossenen Böller.

Ich gehe hinaus in den Garten und möchte die Vogelhäuschen auffüllen. Obwohl die Sonne scheint ist es furchtbar kalt. Die Vögelchen benötigen im Moment alle 2 Tage neues Futter. Die Häuschen sind immer leer.  In Gedanken versunken stampfe ich durch den Garten und schrecke die kleine Tauben-Gruppe auf, die sich immer im Umkreis der umliegenden Häuser befindet.  Sie sind heute zu fünft. Ich vermisse die weisse Brieftaube, die sonst immer mit ihnen fliegt. Wo mag sie wohl geblieben sein. Hat sie es nicht geschafft? Ist ihr etwas zugestoßen?  Ich möchte gar nicht drüber nachdenken.

Die Täubchen sind auf s Dach geflogen. Ich entschuldige mich bei ihnen, dass ich sie erschreckt habe und sage ihnen, dass das nicht meine Absicht war. Ich erkläre ihnen: ich möchte nur die Futterhäuschen auffüllen und bin dann gleich wieder weg, damit sie essen können.

Eine Taube beugt ihren Kopf von dem hohen Dach und beobachtet mich, wie ich mein Futter auspacke. Sie ist so wach und neugierig, aber auch vorsichtig. Immer wieder dreht sie ihr Köpfchen um mich genau im Auge zu behalten.

In den Sträuchern fliegen die Spatzen weg vom Futterhäuschen um sich vor mir in Sicherheit zu bringen. Auch bei ihnen entschuldige ich mich. Sie sind so klein, so zerbrechlich und zum Glück so flink.

Also ich die Häuschen bestückt habe, schaue ich hoch zu „meinen“ Täubchen. Sie sitzen da, in der Sonne und gurren. Ein Täuberich balzt um eine Dame herum, gurrt ununterbrochen. Sie sind so schön, wie ihr Gefieder am Hals in der Sonne, diesen grünlich-metallischen Farbton spiegelt. Und wie ich sie so ansehe, kommt diese  Frage in mir auf. Diese Frage, die ich jedes Jahr an Silvester im Kopf habe – für die Vögel um unsere Häuser rum und die Wildtiere. Igel, Hasen, Mäuschen. Die Frage, die mir Angst macht: Wo werdet ihr euch in der Silvesternacht aufhalten? Gefolgt von der Frage : Wo werdet ihr Schutz finden und verhindern, dass euch etwas passiert?

Ich überlege mir, die Täubchen zu fragen. Die Tierkommunikation ist ja bei so etwas sehr hilfreich. Doch Angst steigt in mir auf. Eine Angst, die mir die Wahrnehmung einer Antwort vernebelt. Dir Angst, dass sie mir vielleicht sagen, dass eine, zwei oder mehrere von ihnen am Neujahrstag nicht mehr da sein werden. Die Angst, dass sie es vielleicht nicht schaffen werden und wegen den dummen Böllern ihr Leben lassen müssen. Die Angst, dass ich wenn ich am Neujahrstag rausgehe, einen leblosen Körper auf dem Boden liegen sehen werde.

Und ich werde wütend. Handlungsunfähig zu sein und ihnen nicht helfen zu können, tut unfassbar weh. Ich werde traurig. Auch wenn man im Tierschutz viel erlebt, tut es weh, wenn unschuldige, kleine Seelchen sterben müssen – durch das, was der Mensch verursacht.

Mir schwebt die Idee eines Taubenschlages seit einigen Monaten  im Kopf herum. Doch der Vermieter und die Nachbarn werden sicher was dagegen haben. Aber ich kann ja das Gespräch trotzdem suchen.

Vor einigen Jahren hatte ich eine Drossel, die immer kam und sich jeden Winter durchfüttern lies. Sie kam immer dreimal täglih vorbei und futterte sich satt. Ich nannte sie „meine kleine Dicke“ 😊 Als dann um 0.00Uhr das Geböller losging und ich auf den Balkon trat um nach den Wildvögeln zu sehen, in der Hoffnung, dass auch ja kein Vogel umher fliegt, sah ich sie, wie sie panisch durch die hellerleuchtete Schwefelluft flog. Sie flog auf eine Baumgruppe mit einer großen Tanne zu, die auf der gegenüberliegenden Straße steht. Mein Herz zerbrach. Ich hoffte so sehr, dass sie es geschafft hat, sich in Sicherheit zu bringen. Allerdings hatte ich sie nicht mehr gesehen seitdem.☹ Ich mag gar nicht darüber nachdenken.

Doch was können wir tun, was kannst du tun, um Tierleid in der Silvesternacht einzugrenzen? Verhindern kann man es wohl  – zumindest bei Wildtieren –  noch nicht.

  • Du kannst den zuständigen Bürgermeister deiner Stadt anschreiben, mit der Bitte um seinen Einsatz für ein friedliches, tierleidfreies Silvester, indem er das sinnlose Ballern von Feuerwerk verbietet. In den Niederlanden gibt es tatsächlich ein Gesetz, welches das Böllern nur an seltenen, ausgesuchten Plätzen erlaubt. Dort sammeln sich dann diejenigen, die böllern möchten. ( In den Niederlanden sind das prozentual gesehen, deutlich weniger Menschen, als z. B. in Deutschland, es wird lang nicht so viel Geld für Feuerwerk ausgegeben und es wird auch nur in geringem Masse Feuerwerk angeboten. ) Tierfeunde und Tierhalter bleiben bei ihren Tieren oder erfreuen sich, dass Wildtiere somit eine reale Chance auf Leben haben.
  • Beteilige dich an Petitionen, die das Silvesterfeuerwerk verbieten wollen.
  • Setze ein Statement mit deinem  Freundeskreis für ein Silvester ohne Knaller und Raketen und appelliere  mit diesem Facebook-Frame für ein tierfreundliches Silvester ohne lautes, buntes, stinkiges Feuerwerk.
  • Beginne am Morgen mit  den Bachblüten-Notfall Tropfen.  Du erhälst sie als fertige Mischung in der Apotheke. Bitte achte darauf, dass sie ohne Alkohol gemischt sind.  (Einfach nachfragen) Stattdessen kannst du auch Globuli anwenden. Gib deinem Tier 5 Tropfen ins Maul bzw. auf den Kopf im Bereich zwischen den Ohren oder mische sie ihm ins Trinkwasser. Starte Morgens  und gib ihm jede Stunde 3 bis 5 Tropfen oder Globuli, je nach Größe des Tieres.  Gegen Aben, wenn es  „akut“ wird ruhig alle 5 bis 10 Minuten Globuli oder Tropfen, in der gleichen Menge.
  • Bleibe ruhig und gelassen. Vermittle deinem Tier Mut, Trost und das du da bist, dass es bei dir Schutz suchen darf. So mit bist du ein Vorbild für dein Tier. Es heisst ja oft in der Verhaltenstherapie, dass man sein Tier nicht in seiner Angst bestärken soll, indem man darauf eingeht. Doch neuere tierpsychologische Untersuchungen bestätigen, dass das Gegenteil der Fall ist. Tiere sind von der Entwicklung her auf dem geistigen Niveau eines 3 – 4 jährigen Kindes. Was machst du mit (d) einem Kind, dass Angst hat? Tröstet du es, gibst ihm Sicherheit, einfach dadurch, dass du auf es eingehst, hälst, streichelst, ihm mutmachende Worte sagst, oder tust du einfach nichts, weil du es ja „nicht in seiner Angst bestätigen“ willst? Und was glaubst, du wird aus diesem Kind einmal später, wenn es erwachsen ist? Die Antwort liegt auf der Hand…
  • Arbeite mit Räucherungen oder Aura-Sprays. Vorsicht bei Katzen, sie vertragen nicht alle Düfte! Bei Vögeln keine Räucherungen anwenden, besser das Aura Spay in der Luft vernebeln.  Johanniskraut (baut Stress ab), Lavendel (beruhigt), Rose (gibt Geborgenheit), Kamille (Schutz), Sandelholz (Innere Ruhe). Verwende besser ein Räuchersieb statt der Räucherung auf Kohle, sie hat teilweise einen rauchigen Unterton als Duftnote. (kann zu kratzen in den Atemwegen führen.)
  • Ein hervorragender Aura-Schutz ist Agua de Florida. Du kannst es in den Händen verreiben und deinem Tier in die Aura fächern. Es ist der stärkste Schutz überhaupt.
  • Lege einen Heilkreis. Das ist etwas was du aktiv tun kannst. In meiner Facebook Gruppe „Dein Tier auf der Seelenebene verstehen und ganzheitlich heilen “ findest du jedes Jahr die Möglichkeit,  dein Tier in einen Heilkreis mit reinnehmen zu lassen. (Hierzu braucht es nur den Namen deines Tieres.)
  • Heilkreise sind eine hilfreiche Möglichkeit. Je mehr Menschen Heilkreise in der Silvesternacht legen, desto höher ist die heilsame Energie für unsere Haus-und Wildtiere.  Du kannst auch himmlische Helfer einladen, die Tiere zu beschützen: Die Göttin Diana, die Göttin der Wildttiere. Oder Franz von Assisi, der Mönch, der mit den Tieren sprechen konnte. Erzengel Michael für den Schutz, Erzengel Raphael für körperliche Gesundheit.
  • Schaffe  einen Rückzugsort für dein Tier: z. B. geschlossene Box, eine Decke , bzw. einen Liegeplatz unter einem Tisch oder Stuhl
  • Hole dein Pferd von der Weide in den Stall. Auch wenn nicht direkt dort geböllert wird, kann es sein, dass dein Pferd die Lichter und Knaller von weiterweg sieht und Angst bekommt. Das gleiche gilt natürlich auch für Rinder, Schafe, Ziegen, etc.
  • Wenn du mit deinem Hund an diesem Tag spazieren gehst, sichere ihn mit Geschirr und Halsband. Wenn du die Möglichkeit hast, gehe mit ihm im Wald spazieren, wo hoffentlich nicht geböllert wird.  Auch da doppelt sichern.
  • Lass die Rolläden runter, damit dein Tier die Lichter der Raketen nicht sieht und lass an diesem Tag immer eine gewisse Geräuschkulisse im Hintergrund laufen. Radio und Fernseher helfen dabei sehr gut.

Meine Vögelchen z.B. werden die ganze Nacht leicht bedudelt, die Tür zum Schlafzimmer ist offen, damit sie die Geräusche und Stimmen aus dem Wohnzimmer mitbekommen. Wenn das Feuerwerk vorbei ist, dürfen sie dann in Ruhe schlafen. Zum Glück sind sie an Lärm gewöhnt.

Wenn du irgendwo ein verletztes Tier draussen siehst, scheue dich nicht, die umliegenden Tierkliniken anzurufen.  Vielleicht haben nicht alle Kliniken in deiner Umgebung  geöffnet, aber es gibt sicher einen Notdienst auch in deiner Stadt.

Wenn es ein Vogel ist, kannst du in der Facebook Gruppe nach Hilfe fragen –  hier findet sich Unterstützung in deiner Stadt oder anderweitige Tipps und es dauert nie lange bis jemand antwortet:

https://www.facebook.com/groups/Wildvogelhilfe/

Eine ganz besondere Notruf Adresse für Silvester. Sie sind rund um die Uhr für die Vögel im Einsatz! 💜 https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=542897982787293&id=288731591537268

Alternativ kannst du dich gerne an mich wenden, ich werde sehen, an wen wir vermitteln können, bzw. wo Hilfe suchen können:

https://www.facebook.com/DanyTara.de

https://www.facebook.com/seelengefaehrten.tierheilung/?modal=admin_todo_tour

Ich wünsche dir und deinem Tier einen stressfreien Start in das neue Jahr. Hoffen wir, dass dieser Unsinn irgendwann ein Ende hat. Der eigentliche uralte Brauch,  mit Krach die bösen Geister zu vertreiben und das neue Jahr willkommen zu heißen, geht mit dem Feuerwerk an Silvester völlig unter. Unsere Ahnen hatten früher auch nicht derartiges „Handwerkszeug“. Sie verabschiedeten das Jahr mit einem kleinen Feuer im Hof, sie schlugen auf Töpfe oder schrieben Abschiedsbriefe, die sie dann im Feuer verbrannten.

Zudem kommt noch die hohe Feinstaubbelastung, die Mensch und Tier belasten.

Wie wäre es, wenn du dieses Jahr mal das Geld nicht für Böller ausgibst, sondern es vielleicht für Tiere spendest? Damit kannst der Gesundheit deiner eigenen Tiere, der Gesundheit der Wildtiere und dir etwas Gutes tun. 

Ich bleibe an Silvester natürlich immer zu Hause bei meinen Tieren. Ganz klar. Schiesslich kann man daheim am besten feiern – ohne Böller, ohne Tierleid und mit einem schönen veganen Silvesteressen.  ( und natürlich „Dinner for one“ im Fernsehen 😊 )   In diesem Sinne: ein glückliches, gesundes und vor allem entspanntes neues Jahr für dich und dein Tier.

Alles Liebe für euch.

https://www.facebook.com/seelengefaehrten.tierheilung/?modal=admin_todo_tour

 

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