Julfest (Wintersonnenwende)

Der 21. Dezember ist nicht nur irgendein Tag. Es ist ein ganz besonderes Datum: Heute begehen wir die Wintersonnenwende –  das Licht kehrt zurück. Die Tage werden wieder länger. .

 

In Südengland, in Stonehenge, wird die Wintersonnenwende und somit die längste Nacht des Jahres mit einem großen Event gefeiert. Dabei handelt es sich um eine keltische und auch altgermanische Tradition. Tausende Menschen, die sich teilweise als Barde oder Druide verkleiden, führen zur Wintersonnenwende rund um den Steinkreis spezielle Zeremonien durch, so wie es die Druiden und Barden in früheren Zeiten tatsächlich praktizierten.

In Schottland und Irland  wird das Fest auch Alban Arthan gennant, was übersetzt bedeutet: Licht von Arthur, dem legendären König

Die Wintersonnenwende ist der erste Feiertag im Jahr nach dem Neujahrsfest, dem Samhain. Meist am 21./22. Dezember zelebriert, ist es der kürzeste Tag und somit die längste Nacht im Jahr, da die zunehmende Sonne die abnehmende Sonne verbannt. Da nach diesem Fest die Tage wieder länger werden, das Licht kommt zurück. Die Natur fängt ganz langsam an, sich umzustellen. Doch es wird noch lange dauern, bis zu den ersten Sonnenstrahlen. Dies ist die Zeit der Innnenschau, des Rückblicks:

  • Was war gut in diesem Jahr?
  • Was möchtest du  beibehalten?
  • Was möchtest du loslassen?
  • Was war gut für dein Tier?
  • Was möchtest du, dass von deinem Tier genommen wird, losgelassen wird?

Diese Fragen kannst du dir stellen. Und jeden Monat des vergangen noch Jahres noch einmal betrachten…was war toll, was war nicht so schön?

Empfohlene Runen für Rituale zum Julfest

  • Isa (Eis)
  • Jera (Jahr)
  • Eihwaz (Eibe, immergrüner Baum) sowie
  • Fehu (Fruchtbarkeit)

11isa

12jera13eihwaz01fehu

 

 

Farben:

Rot, grün, weiß

Symbole

Mistel, Tanne, Kranz

 

Rituale zur Wintersonnenwende

  • mit einem guten Duft jeden Raum der Wohnung / des Hauses räuchern
  • Auch die Stallungen oder die Lieblings-u. Schlafplätze eurer Tiere können geräuchert werden
  • Wenn ihr die Gegend um eure  Vogelvolieren räuchern möchtet, bringt eure Vögel vorher in ein anderes Zimmer, da die Räucherungen für ihre Atemwege nicht gesund sind
  • Spenden für den Tierschutz, für arme bedürftige oder misshandelte Tiere
  • Tieren und der Natur einige Samen und Nüsse schenken
  • gegen Mitternacht eine oder auch mehrere Kerzen entzünden (möglich sind auch 12 Kerzen, für jeden kommenden Monat eine Kerze) – wenn möglich sollte eine Kerze die ganze Nacht leuchten, um die Wiederkehr des Lichts zu unterstützen, guten Geistern den Weg zu zeigen & negative Energien fernzuhalten
  • der Ahnen oder euren verstorbenen Tieren  gedenken und das vergangene Jahr Revue passieren lassen
  • Dankung für alles und Bitte um Schutz für Tiere, Kinder und Angehörige sowie um Segen für das kommende Jahr
  • Belastendes und Altes loslassen
  • Orakel, z. B. Kartenorakel (eine Jahreskarte ziehen und das Jahrestheme erfahren), Runenorakel, Stein- und Rußorakel, Lesen in Teeblättern und Kaffeesud, Bleigießen.
  • Als Festtagsessen können Äpfel und Apfelsaft sowie Plätzchen und Kuchen am Tag der Windersonnenwende als Tagesabschluss genossen werden.
  • Magischen Kreis mit 4 Kerzen in Richtung der Himmelsrichtungen bilden

 

Räucherwerk

  • Salbei, Kampfer, Wacholder, Thymian, Myrthe und Myrrhe (= reinigende Wirkung)
  • Weihrauch  (= fördert und verstärkt geistige Visionen und Energien, schenkt Ruhe und Reinheit)
  • Lavendel (= Entspannung, Ruhe und Ausgleich)
  • Rosmarin ( unterstütztende Wirkung beim Loslassen, weckt den Lebenswillen und stärkt das Selbstbewusstsein)
  • Rosenweihrauch (= Symbol der Liebe & Leidenschaft, öffnet Herz & Seele, schenkt Geduld, Güte, Offenheit und Einfühlungsvermögen)

Traditionell empfohlene Räucherungen sollten zur Wintersonnenwende (21.12.), am 28. Dezember sowie zu Silvester (31.12.) und am 05. Januar r vollzogen werden. Man sollte sich dabei Zeit lassen und diese Räucherungen mit allen Sinnen genießen.

Die Zeit zwischen der Zeit wird dafür genutzt, um sich von Altlasten zu befreien, innere Einkehr zu halten und das eigene Licht wieder zu entdecken, um herauszufinden, was man selbst möchte.

 

Rauhnachtsrituale – Tagebuch

In den 12 Raunächten gibt es jede Menge zu beobachten, die man sich nicht alle für jeden Tag merken kann. Deshalb ist ein Raunachtsbuch, also eine Art Tagebuch empfohlen. In ihm sollten folgende Dinge festgehalten werden:

  • das Wetter
  • der eigene Gefühlszustand
  • zwischenmenschliche Beziehungen oder die Beziehungen zu deinen Tieren
  • die eigenen Träume
  • dein  Gesundheitszustand oder der deines  Tieres
  • der eigene Gemütszustand (fleißig, faul, unternehmungslustig, träge, müde,…)
  • Orakel (z. B. Karten legen, Runen befragen, Lesen aus Teeblättern / Kaffeesud, Pendeln,…)

Ich persönlich ziehe mir gerne immer eine Karte aus dem KrafttierOrakel: https://seelengefaehrten-tierheilung.de/botschaft-der-tiere/

Für jede dieser 12 Raunächte sollten ein bis zwei Seiten frei gelassen werden, auf denen man sich seine Erwartungen für den jeweiligen Monat notiert und was schließlich tatsächlich eingetreten ist. Diese Aufzeichnungen sollten euch das ganze Jahr über begleiten, so dass ihr jederzeit nachlesen könnt, was euch im nächsten Monat erwartet bzw. welche Vorhersagen für den vergangenen Monat zutreffend war.

Für dein Tier kannst du diese Übung ebefalls machen. Oder ein Rauhnachtsbuch anlegen.

 

Kleine Übersicht der Raunächte (Beginn jeweils 00:00 Uhr)

25. Dezember = Jänner (die Basis)

26. Dezember = Februar (innere Führung, höchstes Selbst, innere Stimme; auch heilige Nacht genannt)

27. Dezember = März (Wunder zulassen, Öffnung des Herzens)

28. Dezember = April – Tag der unschuldigen Kinder (Auflösung von Blockierendem)

29. Dezember = Mai (Freundschaft)

30. Dezember = Juni (Bereinigung)

31. Dezember = Juli (Vorbereitung auf das Kommende; auch Silvesternacht genannt)

01. Januar = August (Geburt des neuen Jahres)

02. Januar = September (Segen und Weisheit)

03. Januar = Oktober (Visionen, Eingebungen, Verbindung)

04. Januar = November (Abschied nehmen, Loslassen)

05. Januar = Dezember (Transformation und Reinigung)

Die Raunächte (= “Zeit zwischen der Zeit”) enden am Dreikönigstag (06. Januarr), die Tore zur Anderswelt schließen sich und wir beginnen das neue Jahr. Zum Abschluss kann man als Ritual seine Ergebnisse und Aufzeichnung dieser 12 Tage in seinem Raunachtsbuch (= Tagebuch für diese 12 Raunächte) durchgehen und Hinweise für das kommende Jahr entdecken und in die Zukunft blicken.

Und noch ein wenig Mythologie…

Wir schmücken unser Heim mit immergrünen Pflanzen und bieten so den Naturgeistern Zuflucht. Die geflochtenen Kränze symbolisieren den immerwährenden Kreislaufs des Lebens.

Licht und Wärme, die nun kommen werden, feiern wir durch viel Kerzenlicht. Der Lichterbaum ist der immergrüne Weltbaum (Yggdrasil) , der nun erstrahlt. Alles beginnt neu und wir entzünden die Kerzen als Zeichen für das wiederkehrende Licht.

Da bei den Kelten und den Germanen früher die Siedlungen sehr weit auseinander lagen, hatte man in der kalten und dunklen Jahreszeit kaum Kontakt zu den Nachbarn. Die Botenrolle übernahmen die Barden/ Druiden. Sie wanderten von Dorf zu Dorf, um Nachrichten zu übermitteln, die Menschen mit ihren Gesängen aufzuheitern und ihnen damit Durchhaltekraft zu schenken, Heilkräuter zu verteilen und zu heilen. Die Druiden hatten eine lebenslange Ausbildung und wenn sie dann soweit waren, dass sie diese Rolle übernehmen konnten, waren sie bereits sehr alt und hatten oft einen langen, oftmals bereits weißen Bart. Als Zeichen, dass sie die Überbringer der Lichtbotschaft waren, trugen sie rote Gewänder, die Farbe des Lebens, der Sonnen-Kraft. Um nun Krankheiten und unerwünschte Energien aus den Häusern und Ställen zu vertreiben, schlugen sie sanft mit einer Birkenrute gegen die Türen oder über die Rücken der Tiere und Menschen. Diese Rute wurde dann anschließend als Schutz an die Haus- und Stalltüren gehängt. Oft wurden diese Druiden von ihrem Schüler begleitet. Da die Entfernungen manchmal mehrere Tagesreisen betrugen, reisten die Druiden mit Schlitten, auf denen sie dann die Geschenke für die Dorfbewohner mitnahmen. Dies waren neben den Heilkräutern auch getrocknete, vitaminreiche Früchte und Kräuter, die sie den Sommer über gesammelt hatten und nun gegen eine Schlafgelegenheit und warme Mahlzeiten eintauschten.

In dieser längsten Nacht des Jahres erfüllt sich das Versprechen der Wiedergeburt. Die Natur ringsherum ist augenscheinlich tot und regungslos. Die Wasser sind zu Eis erstarrt und regen sich nicht mehr, die Bäume stehen kahl und leblos in der stillen Natur. Der Schnee bedeckt alles, wie ein Leichentuch. Doch in dieser Nacht beginnt es wieder, die Göttin schenkt dem Gott neues Leben, er wird wiedergeboren. Die Dunkelheit ist gebannt, die Nächte werden kürzer und was Tod schien und verloren, wird wieder erwachen.

 

Und nun ist Zeit zum Feiern.

Ich wünsche dir und deinem Tier ein gesegnetes Julfest.

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