Daniela Graetz

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Die Wiesenapotheke – Teil 8: Pfefferminze

Blogreihe Teil  7 – Die  Wiesenapotheke

Pfefferminze (Mentha piperta)

Die Pfefferminze gehört zu den kühlenden  und erfrischenden Kräutern, die im Sommer für etwas Abkühlung  bei unseren Tieren, sorgen kann. Ihre ätherischen Öle wirken krampflösend bei Beschwerden im Magen und Darmbereich. Auch ihre bakterielle  desinfizierende und beruhigende Wirkung darf nicht vergessen werden.  Bei chronischem Schnupfen bei Tieren oder Erkältungen soll die Pfefferminze nicht fehlen. Sie hilft die Atemwege  zu befreien und die Tiere bekommen besser Luft.

Allerdings  – Vorsicht bei der Menge: Vier bis fünf Blätter pro Tier sind ausreichend. Der hohe Anteil an ätherischen Ölen kann schnell zu Diarrhöe führen.

Verdünnter und abgekühlter Pfefferminztee eignet sich im Sommer gut zur Abkühlung der Tiere und im Winter als leckere Abwechslung zum üblichen Trinkwasser.

Zu finden ist die Pfefferminze von Mai bis September.

Der Lippenblütler gehört zu den mehrjährigen Pflanzen und gedeiht mittlerweile wieder an den gleichen Stellen.

Der Ölgehalt im Blatt beträgt 2%. Die wichtigsten flüchtigen Inhaltsstoffe des ätherischen Pfefferminzöls, die therapeutisch am wirksamsten sind, sind Menthol, Mentholester, Menthon und Menthofuran.

Pfefferminzblätter enthalten neben dem ätherischen Öl auch Vitamine und Spurenelemente sowie verschiedene Phenole aus der Familie der gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffe. Zu den phenolischen Inhaltsstoffen zählen Rosmarinsäure und verschiedene Flavanoide, hauptsächlich Eriocitrin, Luteolin und Hesperidin. Daneben sind Gerbstoffe und Triterpene enthalten.

Innerliche Anwendung von Pfefferminzöl

  • Katarrhe der oberen Luftwege
  • Reizdarmsyndrom 
  • Krämpfe im Magen-Darmbereich
  • Krämpfe in der Gallenblase und den Gallenwegen

Äußerliche Anwendung

  • Muskelschmerzen
  • Nervenschmerzen
  • leichte bis mittlere Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen)
  • Schnupfen
  • Husten
  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • schmerzhaften Hautirritationen

Eine Stärkung der Entspannung und der natürlichen Gallenfunktion der Pfefferminze werden insgesamt groß geschrieben. Aus diesem Grunde ist es in einigen Kulturen bereits seit Jahrhunderten Gang und Gäbe nach einem üppigen Essen einen Tee aus Pfefferminzblättern zu trinken. Dieser soll nicht nur Völlegefühl und die Verdauung stärken. Selbst der komplexe Magen-Darm-Bereich lässt sich damit stärken.

Die ätherischen Öle in der Pfefferminze können überdies auch für ein stärkeres Wohlbefinden sorgen. Dabei erfolgt in diesem Zusammenhang häufig eine äußerliche Anwendung, da Pfefferminze erfrischt und stimuliert. Darüber hinaus wird häufig zu Inhalationen mit Pfefferminze geraten, um die Atemwege zu stärken.

Inhaltsstoffe der Pfefferminze

  • Ätherische Öle, insbesondere Menthol
  • Flavonoide
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe

 

Pfefferminze als Tee

Im Winter weckt ein heißer Tee aus den Blättern der Pfefferminze die Lebensgeister, wohingegen er abgekühlt im Sommer herrlich erfrischen kann.

Wer sich einen Tee aus Pfefferminze aufbrühen möchte, sollte allerdings auf eine ausgewiesene Qualität der Blätter achten, damit die begehrten ätherischen Öle noch in diesen enthalten sind.

Ungefähr zwei Teelöffel geschnittene Blätter genügen, um mithilfe von heißem Wasser eine Tasse Tee herzustellen.

Allerdings sollte der Tee abgedeckt für rund zehn Minuten ziehen, damit auch wirklich alle Inhaltsstoffe aus den Blättern in das Getränk übergehen. 

Hier seht ihr den süßen Lennox von meiner lieben Kollegin Elke B. wie er gerad etwas leckeres von der Wiesenapotheke futtert. Vielleicht hat er auch Pfefferminze dabei gefunden? 😊

 

Pfefferminze für Vögel

Bei Sittichen und Papageien sollte der Tee zur Hälfte mit Wasser verdünnt sein, da sie sonst der Geschmack zu intensiv wäre, bzw. die ätherischen Öle evtl. zu stark sind. 

Pfefferminze für Pferde

Die Pfefferminze ist oft Bestandteil von Kräutermischungen, die zur Steigerung der natürlichen Magentätigkeit empfohlen werden.  

Pfefferminze für Hunde

Auch für den Magen-Darm-Trakt der Hunde ist die Pfefferminze gut geeignet.  Z.B. für eine ruhige und natürliche Verdauung. 

Pfefferminze nicht für Katzen

Leider ist die Pfefferminze für  Katzen nicht geeignet. Der Grund ist die Glucoronidierungsschwäche der Katzen, welche die Verarbeitung von ätherischen Ölen unmöglich macht. Diese Öle werden dann in der Leber angereichert und vergiften die Katzen nach und nach.  

Alte Traditionen rund um Pfefferminze

Die Pfefferminze ist eine Pflanze, die dem Menschen bereits seit vielen Jahren bekannt ist und schon seit Jahrtausenden in unterschiedlichem Maße genutzt wurde. In Grabstätten des alten Ägyptens wurden Reste von Pfefferminze gefunden, was darauf schließen lässt, dass diese Pflanze schon den Ägyptern besonders wichtig gewesen sein muss. Die griechische Mythologie wiederum besagt, dass die Pflanze einst eine Nymphe mit dem Namen Minthe war. Diese wurde von Persephone aus Eifersucht in eine Pflanze verwandelt, nachdem Persephones Ehemann Hades für sie zu schwärmen begonnen hatte. 

Kennst du schon die anderen Blogbeiträge der Wiesenapotheke für Tiere? Nein? Dann schau doch mal vorbei: 

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1 Kommentar zu „Die Wiesenapotheke – Teil 8: Pfefferminze“

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