Die Wiesenapotheke – Teil 5: Wiesenbärenklau

Blogreihe Teil 5 – Die Wiesenapotheke

Wiesenbärenklau ( Heraclelum sphondylium)

Der Wiesenbärenklau ist ein weiterer Heiler der Wiesenapotheke und entfaltet seine Heilkraft für dein Tier, wenn du ihn als Heilmittel in deine Hausapotheke aufnimmst. Der junge Wiesenbärenklau dient Wild- und Haustieren als Futter. Die Blätter des Wiesenbärenklaus ähneln einer Bärentatze. Die Doldenpflanze wird ca. 60 cm -120 cm hoch und besitzt kantig gefurchte hohe  Stengel. Der Gattungsname Heracleum ist abgeleitet von Heracles, dem griechischen Helden der antiken Sagenwelt. Oft wird er mit anderen Pflanzen verwechselt, welche ebenfalls Doldenblüten tragen, aber auch der hier weit verbreitete Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) oft mit dem eingeschleppten Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum). Die meist zwei – selten mehrjährige Pflanze- kommt auf Fettwiesen und Staudenfluren, an Ufern und Gräben, in Auenwäldern und deren Säumen, in Hochstaudenfluren und Weg- und Ackerrändern vor und bevorzugt lockeren, feuchtem Boden.

Die Blätter fühlen sich –ebenso wie die Stängel-  sehr rauhhaarig an.  Geruch und Geschmack der Stiele ähneln der einer Mohrrübe. Seine wohl wichtigste Heileigenschaft ist , dass der Wiesenbärenklau geben Enzephalitozoonose cuniculi wirkt. Er solle unbedingt in die naturheilkundliche Begleitbehandlung  gegen Escherichia coli  eingesetzt werden.

Die besonderen Inhaltsstoffe der Pflanze, neben ätherischen Ölen, sind:

  • Linolsäure
  • Eisen
  • Calcium
  • Kalium
  • Karotin
  • Eiweiß
  • Magnesium
  • Vitamine  A und C

Er ist blutdrucksenkend , schleimlösend,  und verdauungsanregend. Atmungsorgane

Der Wiesen-Bärenklau wirkt schleimlösend und beruhigend. Seine ätherischen Öle befreien die Atemwege. Daher kann man den Bärenklau gegen Husten und sogar gegen asthmatische Leiden und Leiden der oberen Atemwege verwenden.

Der Wiesen-Bärenklau ist nicht nur schon seit früheren Zeiten eine geschätzte Heilpflanze, sondern im jungen Pflanzenstadium auch eine beliebte Nahrungspflanze.

Da der Bärenklau früher in der Geburtsheilkunde eingesetzt wurde, bezieht sich hier die Bezeichnung auch auf den Begriff „gebären“. Eine aus der frischen Heilpflanze gewonnene Essenz findet in der Homöopathie bei Verdauungsschwäche und bei Hautleiden Verwendung.

Der Bärenklau stärkt die Verdauungsorgane. Man kann ihn gegen Blähungen und Durchfall einsetzen und auch zur allgemeinen Stärkung der Verdauung.

Bärenklau hilft auch gegen Blasenentzündungen und Nierensteine. In der  Volksmedizin wurde er ebenfalls  bei Hysterie und Epilepsie angewendet.

Ernetzeit:  Juni – Oktober

Je nach Wetterlage im Spätsommer oder Früherbst   kann es passieren, dass die Blätter vom Mehltau befallen sind. Dann solltest du den Wiesenbärenklau nicht mehr an dein Tier verfüttern.

Auch solltest du dir den Unterschied zwischen Wiesebärenklau und Riesenbärenklau aneignen.  Riesenbärenklau kann mehrere Meter  hoch werden und wirkt bei einer Berührung mit dem Pflanzensaft phototoxisch auf Menschen, was zu schweren Verbrennungen führen kann. Zusätzlich kann eine äusserst schmerzhafte Blasenbildung entstehen.

Im Gegensatz zu unserem heimischen Wiesenbärenklau ist der Riesen-Bärlenklau KEINE Heilpflanze und NICHT ZUM VERZEHR GEEIGNET !!!

 

Als Tierbesitzer oder beim Gassi gehen mit deinem Hund kannst du die beiden Pflanzen ganz leicht unterscheiden.

In erster Linie durch die Höhe der Pflanzen und Größe der Blüten:

  1. Der Wiesen-Bärenklau wird 50 bis 150 Zentimeter hoch und hat tellergroße Blüten.
  2. Der Riesen-Bärenklau wächst in eine Höhe von 2 bis 3,5 Metern. Die Blüten können einen Durchmesser von 80 Zentimeter erreichen.

Wiesenbärenklau ist DAS LECKERCHEN für die langohrigen Lieblinge, wie Kaninchen und Hasen. Er wird sehr gerne gefressen. Frisch oder getrocknet – er schmeckt ihnen immer.

Vom Wiesenbärenklau darf die ganze Pflanze verfüttert werden – also auch die Blüten.

Wurzeln: Die weiße, rettichähnliche Wurzel, kann nman von September bis März frisch als Gewürz reiben oder als Gemüse kochen.

Blätter und Blattstängel: Junge Blätter (etwa April bis Mai) und Blattstängel (etwa Mai bis August) können roh verfüttert oder gekocht  verarbeitet werden. Die Stängel müssen dafür von den dicken Fasern befreit werden. Die Blätter können für dein Tier ebenfalls verfüttert werden oder für dich wie Sauerkraut eingelegt werden.

Blütenknospen: Sie können, etwa von Mai bis August, verfüttert und roh über das Futter und in Salate geschnitten oder für dich als Antipasti eingelegt werden.

Samen: Die unreifen Samen, etwa August bis Oktober, können als Gewürz (besonders auch für Süßspeisen) genutzt werden. (Achtung: diese haben den höchsten höchsten Furocumaringehalt.)

 

Geschmack: Blätter und Stängel erinnern an Möhre, die Wurzel ist leicht scharf, die Samen stechend aromatisch.

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: besonders junge Blätter und deren Stängel passen auch in größerer Menge gut in den Smoothie. (der übrigens auch für dein Tier sehr gut schmeckt)

Probiere es doch einfach mal aus. Ich wünsche dir viel Spaß dabei. 😊

Weitere Informationen findest du im nächsten Blog. Kennst du schon die anderen Beiträge meiner Blogreihe „Wiesenapotheke“? Schau doch einfach mal vorbei…

Die Wiesenapotheke – Teil 4: Giersch

1 Kommentar zu „Die Wiesenapotheke – Teil 5: Wiesenbärenklau“

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