Die Wiesenapotheke – Teil 4: Giersch

Blogreihe Teil 4 – Die Wiesenapotheke

Giersch  (Aegopodium podagraria)

Giersch, ein weiterer kleine Zauberer der Wiesenapotheke. Ähnlich unbeliebt wie der Löwenzahn bei Gärtnern, Landwirten und Kurzhaar-Rasenfreunden ist der Giersch. Leider wird er wie sein Bruder Löwenzahn oftmals als Unkraut beschimpft und der Mensch versucht ihn mit aller Macht loswerden. Dabei hat dieses Pflänzchen ganz erstaunliche Fähigkeiten.

Um eine Verwechslung mit hochgiftigem  Schierling auszuschliessen, sollte man sich beim Giersch unbedingt folgendes merken:  beim Durschnitt des Blattstängels ist dieser im Durchmesser dreieckig. Zudem riecht Schierling sehr unangenehm, wie Katzenurin.

Giersch ist ein sehr beliebtes Kraut bei unseren Tieren. Es besitzt eine würzige, Sellerie ähnliche Note und gehört zur Familie der Doldenblütler.

Inhaltstoffe wie Eisen , Kupfer, Mangan, Vitamin C, Karotin Eiweiße und sekundäre Pflanzenstoffe machenden Giersch zu einem rundum gesunden Leckerbissen.

Er wirkt Magen-u. Darm reinigend entzündungshemmend und wurmtreibend.  Frisst dein Tier nicht mehr, kann aus den Blättern ein Tee hergestellt werden, den man abgekühlt dem erkrankten Liebling zum Anregen des Appetit einflößen kann.

Der hohe Kaliumgehalt von Giersch unterschützt die Entwässerung und Ausscheidung von Harnsäure im Körper, wodurch das Kraut häufig auch zur Vorbeugung von Blasenentzündungen empfohlen wird.

Vielseitige Wirkung
Auch bei Rheuma oder Arthrose kann Giersch eingesetzt werden. Der Giersch, als Heilpflanze voller Mineralstoffe,  ist eine sehr gesunde Heilpflanze und sollte regelmäßig verfüttert werden. In der Küche kann er als Gewürz (frisch oder getrocknet)  oder als  Suppengrün dienen. Mit seinen Blättern und dem sellerieähnlichen Geruch kann er vielseitig eingesetzt werden.

Die Pflanze ist ein wahres Vitamin C-Wunder und wird deshalb auch gern als Vitamin C-Kraut bezeichnet. Er enthält mehr Vitamin C als Zitronen oder Rosenkohl. Auch seine Ausstattung mit Mineralstoffen ist überragend. Zu finden ist der Giersch an schattig feuchten Plätzen, oft auch im Wald. ( Sehr gut, da wenig schwermetallbelastet. Doch Vorsicht: Fuchsbandwurm)  Verfüttern kannst du ihn frisch gepflückt, gut mit lauwarmen Wasser abgewaschen  oder auch getrocknet (ins Futter einrühren oder drüberstreuen) 

Sammelzeit: März – Oktober

 

Entschlacken mit Giersch: Frische Triebe als Salat oder Spinat zur Entschlackung im Frühling.

Und auch für dich kann der Giersch Gutes tun, gerade jetzt im Frühling 😊

Frischsaft: Eine 10tägige Frühjahrskur

Aus den frischen Trieben Saft pressen und 1:5 mit Mineralwasser verdünnen. Am ersten Tag 1 Esslöffel, am zweiten 2 Esslöffel usw… Giersch regt den  Stoffwechsel an, hilft beim entschlacken und entgiften.
Vorsicht:  Zuviel Frischsaft kann abführend wirken.

2 Kommentare zu „Die Wiesenapotheke – Teil 4: Giersch“

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