Die Wiesenapotheke – Teil 2: Spitzwegerich

Blogreihe Teil 2 – Die Wiesenapotheke

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Auch Lungenblatt oder Spießkraut genannt, ist eines der Wiesenkräuter, aus der Wiesenapotheke, die fast jeder kennt, von dem jedoch kaum einer den Namen weiß. Dabei gehört der Spitzwegerich zu den am häufigsten eingesetzten Heilpflanzen. Es gibt wohl kaum einen Feld-oder Wiesenweg, der nicht von diesem winterharten Kräutlein eingesäumt ist. Spitzwegerich besitzt reizlindernde, stark antibakterielle und schleimlösende Eigenschaften.

Seine hochgradig natürlich-antibiotischen Wirkung  ist wissenschaftlich bewiesen und auf den enthaltenen sekundären Pflanzenstoff Aucubin zurückzuführen, der als ein natürliches Antibiotikum fungiert. (Die Wirkung soll sogar der des Penicillins entsprechen.)

Er ist auch gegen Diarrhöe, sowie bei Blasen-und Nierenschwäche ein helfendes Kraut. Spitzwegerich frisch zerrieben, fördert die Wundheilung und mindert das unangenehme Jucken von Mückenstichen.

Tiere wissen, was gut für sie ist.

Bei Tieren mit Atemwegsproblemen kann man bei der Fütterung im Gemisch erkennen, dass sie sich speziell den Spitzwegerich aussuchen um ihre Atemwege zu unterstützen.

Die ist ein Instinkt, den die Tiere in der Natur besitzen, um sich selbst bei Krankheiten helfen zu können. Sie wählen genau das Kraut, was ihnen gut tut.

Beim Pflücken des Spitzwegerich bedarf es ein wenig Geschick, denn schnell hat man die Pflanze mit Wurzel aus der Erde gezogen.

Dies ist zwar für die Tiere nicht weiter schlimm. Will man aber die heilende Kraft der Wiesenapotheke erhalten, sollte man nur die länglichen spitzen Blätter behutsam abknipsen. Diese können entweder frisch oder getrocknet verarbeitet werden. Wobei den meisten Tieren natürlich die frischen Kräuter besser schmecken.

Auch als Tee kann Spitzwegereich hervorragend angewendet werden. Besonders bei Tieren, die ihn als Futter nicht annehmen wollen.

Die folgenden Eigenschaften zeichnen Spitzwegerich außerdem aus.

Er wirkt:

  • antibiotisch
  • antibakteriell
  • adstringierend
  • blutreinigend und -stillend
  • wundheilend
  • entzündungshemmend
  • hustendämpfend
  • reizmildernd
  • schmerzlindernd
  • harntreibend
  • schleimlösend

 

Inhaltsstoffe

Spitzwegerichblätter enthalten Schleimstoffe (ca. 6%), Saponine, Phenylethanoide (u.a. Acteosid) und Iridoidglykoside (u.a. Aucubin). Außerdem Flavonoide (u.a. Apigenin, Luteolin), Kieselsäure, Vitamin C, B,  Mineralstoffe, davon viel Kalium und Zink.

 

Einsatzgebiete und Anwendung von Spitzwegerich

Spitzwegerich kann eingesetzt werden zur Behandlung von:

  • Husten
  • Bronchitis
  • Halsentzündungen
  • Ekzemen
  • Augenentzündungen
  • Insektenstichen
  • Leberproblemen
  • Nierenproblemen
  • Wunden
  • Hautverletzungen
  • Ödemen

                                                                                    

Spitzwegerich selbst sammeln

Die Blätter des Spitzwegerichs kannst man bis Ende September selbst sammeln, um daraus Sirup herzustellen oder sie als Teekräuter zu trocknen. Wähle dazu Blätter aus der Pflanzenmitte, da diese den höchsten Wirkstoffgehalt besitzen. Außerdem sollte man dies bei trockener Witterung an abgasarmen Stellen tun und die gesammelten Pflanzenteile rasch trocknen, da sie bei zu langsamer Trocknung leicht faulige Stellen bekommen und dann entsorgt werden müssen.  Mit diesem wundervollen Kräutlein hast du eine große Hilfe für viele verschiedene Problemchen deines Tieres. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Gesundheit. 😉

Im nächsten Blogbeitrag weiter Infos über Gesundheit aus der Wiesenapotheke.

Kennst du schon meinen Blogbeitrag über den „König der Wiesenapotheke“, den Löwenzahn?😊 https://seelengefaehrten-tierheilung.de/die-wiesenapotheke-kleine-kraeuter-grosse-wirkung/

6 Kommentare zu „Die Wiesenapotheke – Teil 2: Spitzwegerich“

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