Daniela Graetz

Menü

Die Wiesenapotheke – kleine Kräuter, große Wirkung

Blogreihe  Teil 1 – die Wiesenapotheke

Bald kommt der Frühling und der Sommer. Viele Tierbesitzer, vor allem Vogel-und Kaninchenbesitzer warten schon sehnsüchtig auf die Wiesenapotheke und ihre Kräuter mit Heilwirkung. Aber auch Katzen, Hunde und sowieso unsere Huftiere freuen sich über die Heilkräfte aus der Natur. 😊 

In der Natur kann man beobachten, dass z.B. Hasen Kaninchen, Vögel, Rehe und viele andere Tiere instinktiv wissen, welche heilenden Kräuter bei bestimmten Erkrankungen gut ist. So suchen sie sich diese Kräutlein bevorzugt raus und fressen diese.

Wenn du selbst Kräuter sammeln möchtest, gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Mache dich vorher über die Wirkung und das Aussehen kundig. Kräuter können giftig sein und werden von verschiedenen Tierarten unterschiedlich verstoffwechselt. Was für das Pferd gut ist, muss  für den Wellensittich nicht auch gut sein.
  • Meide Kräuter die an „Hundeklo-Wiesen“ oder Straßenrändern, bzw. Wiesen in der Nähe von Autobahnen wachsen. Die Schwermetallbelastung ist hier von Benzin und Luftverschmutzung extrem hoch. Sowieso sollte man die Kräuter vorher ausschütteln oder, wenn möglich abwaschen, denn  dein Liebling könnte sich  auch Parasiten, Bakterien und diverse Viruserkrankungen, die durch Stechmücken, Zecken, Bremsen, etc. übertragen werden können, einholen.
  • Die besten Tageszeiten zum sammeln sind die frühen Morgenstunden oder der Abend ab 18Uhr, wenn die Sonne nicht mehr so stark auf die Pflanzen scheint. Dann sind sie frisch und nährstoffreich.
  • Bitte wechsle täglich die Kräuterreste, mind. Nach 8 Stunden. Grünzeug kann schnell verderben, gären oder faulen
  • Fütterst du dein Tier draussen, lege die Kräuter an ein schattiges Plätzchen, damit sie in der Sonne nicht verderben.
  • Vorsicht bei Tieren mit Blasengrieß,  chronischen Verdauungsstörungen, Herz-Kreislaufstörungen oder anderen Erkrankungen. Bitte sprich dann immer vorher mit deinem Tierheilpraktiker ab, ob und welche Kräuter  verfüttert werden dürfen. Ein besonderes Augenmerk verdient hierbei die Dosierung der Menge.

Löwenzahn – der König der Wiesenkräuter

Wer kennt ihn nicht? Löwenzahn – die „Pusteblume“ auch Butterblume genannt, mit der wir als Kinder so viel Spaß hatten. Erst blüht er gelb und wenn er verblüht, entwickeln sich die  kleinen Samen zur „Pusteblume“.  Eigentlich traurig, dass diese kleine Blume , die sich auf Weiden, Wiesen, in Gärten, Parks und auf Verkehrsinseln ausbreitet, von vielen Landwirten, Eigenheimbesitzern und Stadtgärtnern als zu bekämpfendes Unkraut angesehen wird.

Wenn diese Menschen wüssten, welche Heilkraft in diesem Kräutlein schlummert, würden sie wohl anders denken. Und schön aussehen tut der Löwenzahn noch dazu.

Löwenzahn ist eine sehr wichtige Heilpflanze. Es können Blätter oder auch die Löwenzahnwurzel angeboten werden. Letzteres kann auch gut als Pulver über das Futter gestreut oder als kalter Auszug zum Trinken anboten werden. Die gelben Löwenzahnblüten sind ebenfalls bei vielen Tieren sehr beliebt.

Löwenzahn hat entgiftende, antioxidative und blutreinigende Eigenschaften. Bei Lebererkrankungen sollte Löwenzahn unbedingt angeboten werden, denn er hilft der Leber sich zu regenerieren und zu entgiften. Löwenzahn regt die Funktionen von Leber, Niere und Gallenblase an.

Löwenzahn wird in der Naturheilkunde traditionell gegen Rheuma und Arthrose eingesetzt. Die Durchspülung, die Entgiftung und die Anregung des Stoffwechsels können rheumatische Beschwerden lindern und bei Hauterkrankungen helfen.

Über dies hinaus hat Löwenzahn auch eine antikarzinonege Wirkung:

Forscher haben  herausgefunden, dass die Löwenzahnwurzel ein wesentlich effektives und natürliches Mittel gegen Krebs ist. An der Universität Windsor in Kanada wurde an Krebszellen geforscht. Die Forscher fanden heraus, dass der Extrakt aus der Löwenzahnwurzel Krebszellen dazu veranlasst, sich gegenseitig zu töten. Gesunde Zellen bleiben jedoch unberührt. Die Labortests waren äußerst erfolgreich. In der Heilkunde wurde Löwenzahn schon seit längerer Zeit  in der Krebstherapie eingesetzt.

In der Vogelheilkunde füttert man z.B. Löwenzahnwurzelpulver um Tumorerkrankungen zu stoppen und – in voller Hoffnung-  zu heilen.  (Bitte arbeite hier tatsächlich nur mit einem vogelkundigen Tierheilpraktiker oder Tierarzt  zusammen. Gerne informiere ich dich hierzu.)

Die beste Sammelzeit für Löwenzahn ist  April bis September. Auch getrocknete Löwenzahnblätter können gerne verfüttert werden und werden von Vögeln und Kaninchen gerne angenommen.

Löwenzahn enthält:

Vitamine, insbesondere Carotinoide, Vitamin E und Vitamin C, Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffe insbesondere Kalium, Kalzium und Eisen, Inulin.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Löwenzahn, der von vielen nur als kleines, unscheinbares Unkraut wahrgenommen wird, der „König“ der  Wiesenkräuter ist. Er sollte also in keiner „tierischen“ Hausapotheke fehlen.

Kleiner Tipp: auch für Menschen ist Löwenzahn ebenfalls hilfreich und gesund. Sehr gut schmeckt er übrigens auch Salat.

So „schmeckt “ der Sommer  – Tieren und Menschen.  Mehr Informationen zu weiteren Kräutern der  Wiesenapotheke  erhälst du im nächsten Blogbeitag.

 

9 Kommentare zu „Die Wiesenapotheke – kleine Kräuter, große Wirkung“

  1. Pingback: Die Wiesenapotheke Teil 2: Spitzwegerich-Tierheilung

  2. Pingback: Die Wiesenapotheke Teil 3: Gänseblümchen - Daniela Grätz

  3. Pingback: Die Wiesenapotheke - Teil 4: Giersch - Daniela Grätz

  4. Pingback: Die Wiesenapotheke - Teil 5: Wiesenbärenklau - Daniela Grätz

  5. Pingback: Die Wiesenapotheke Teil 6: Brennessel Tierheilung

  6. Pingback: Beltaine 01.05.- Rituale für dich und dein Tier - Daniela Grätz

  7. Pingback: Die Wiesenapotheke - Teil 7: Goldrute - Daniela Grätz

  8. Pingback: Die Wiesenapothke - Teil 8: Pfefferminze - Daniela Graetz

  9. Pingback: Die Wiesenapotheke - Teil 9 : Ringelblume - Daniela Graetz

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top